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Motorsägenkurse nach KWF Standard für Brennholzselbstwerber und Hobbysäger

KWF Kursstandards

Es gibt die KWF-Kursmodule A1, A2, A und B.

Die KWF-Module bauen aufeinander auf. Im Idealfall liegen zwischen den Kursen Abstände, die es den Teilnehmern möglich machen, eigenverantwortlich die Kursinhalte zu üben und zu vertiefen, bevor sie am nächsten, darauf aufbauenden Modul teilnehmen. Die Mindestdauer der Module ist in Unterrichtseinheiten (UE) angegeben. Eine UE entspricht 45 Minuten. Die Inhalte der angegebenen Module entsprechen den Modulen der DGUV Information 214-059 (vormals BGI/GUV-I 8624).

Kursmodul A (besteht aus Modul A1 und A2)

Es besteht die Möglichkeit das Modul A in zwei Teile zu unterteilen, Modul A1 (Grundkenntnisse und liegendes Holz) und Modul A2 (Schwachholzfällung). Teilnahmevoraussetzung für das Modul A2 ist ein erfolgreich absolviertes Modul A1. Die Anforderungen an die Kursteilnehmer bleiben davon unberührt. Modul A1
  • Die Zielgruppe von Modul A1: Privatwaldbesitzer, Selbstwerber, und andere Nutzer, die Grundlagenkenntnisse für Motorsägenarbeit benötigen.
  • Das Kursziel von Modul A1: Die Teilnehmer haben grundlegende Kenntnisse zu Funktionsweise und Einsatz der Motorsäge, Gefährdungen und Prävention. Die Teilnehmer können gefälltes Holz unter Normalbedingungen sicher und zweckmäßig aufarbeiten.
Modul A2
  • Die Zielgruppe von Modul A2: Privatwaldbesitzer, Selbstwerber, und andere Nutzer, die Holzernte in schwächerem Holz unter Normalbedingungen durchführen wollen.
  • Das Kursziel von Modul A2: Die Teilnehmer können Holzernte und Aufarbeitung von Bäumen bis ca. 20 cm BHD (Brusthöhendurchmesser) unter Normalbedingungen durchführen.
Teilnehmerzahl pro Instruktor: max. 6 Teilnehmer (Teilnehmerzahl erweiterbar durch Einsatz weiterer Instruktoren oder Unterstützer, jedoch darf das Verhältnis von 1 zu 6 (Instruktor/Unterstützer zu Teilnehmer) nicht überschritten werden). Wenn das Modul A1 (liegendes Holz) einzeln durchgeführt wird, ist eine Teilnehmerzahl von max. 7 Teilnehmern möglich. (Teilnehmerzahl erweiterbar durch Einsatz weiterer Instruktoren oder Unterstützer, jedoch darf das Verhältnis von 1 zu 7 (Instruktor/Unterstützer zu Teilnehmer) nicht überschritten werden).

Die Kursinhalte von Modul A (bestehend aus Modul A1 und A2)

Lernziel Lerninhalt Theorie = T Praxis = P Kursmodul
Vollständige Schutzausrüstung für MS-Arbeit und deren Pflege kennen Kopfschutzkom- bination, Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz- einlage, Arbeitsjacke mit Signalfarben, Arbeitshandschuhe, Verbandspäckchen

T

A1

wesentliche Anforderungen der Versicherungs- träger bzgl. Unfallverhütung kennen keine Alleinarbeit, sicherer Stand, Sicherheitsab- stände, Rettungskette, Erste Hilfe, Verkehrssicherheit, Umgebungsein- flüsse, Gefahren- bereiche: Schwenkbereich der MS

T

A1

Gefährdungen und Belastungen bei der MS-Arbeit erkennen und beschreiben Spannungen im Holz, Bestimmung der Zug- und Druckseite, herabfallende Äste, Gefährdungen durch MS, Stolpern, Stürzen, Vibrationen, Heben und Tragen

T

A1

Werkzeuge und Geräte für MS-Arbeit kennen und erläutern z. B.: Keile, Spaltgeräte, Wendhaken, Fällhilfen, Fällheber, Schubstange, Äxte, Sappi

T

A1

Motorsäge mit allen sicherheitstech-nischen Einrichtungen kennen und erläutern technische Grundlagen, Sicherheits- und Schneide- einrichtungen, Betriebsstoffe inkl. Tanken und Lagern, Motorsägenklassen und deren Einsatzbereiche

T

A1

grundlegende Schnitttechniken am liegenden Holz kennen ein- und auslaufende Kette, frei geführte Schnitte, Fächerschnitt, Stechschnitt

T

A1

sichere Inbetriebnahme der MS sicheres Starten, Überprüfung der Sicherheits- einrichtungen

P

A1

Entastung sicherer Stand, Schienenspitze, MS abstützen, Zug- und Druckseite, Äste stummeln

P

A1

Spannungen beurteilen, Trennschnitte durchführen Zug- und Druckholz, Schnitttechniken

P

A1

einfache Wartungsarbeiten durchführen Kettenwechsel, Kettenspannung, Schienenpflege, Filterreinigung, Zündkerzenwechsel, Anwerfvorrichtung, Fehlersuche

T + P

A1

Schärfen einer Kette ausführen Zahnformen, Arbeitsweise der Zähne, Auswahl der Feile, Schärfwinkel, Brustwinkel, Tiefenbegrenzer

T + P

A1

Gefährdungen und Belastungen bei der Ernte von schwächerem Holz erkennen und beschreiben UVV, Regel Waldarbeiten, Spannungen im Holz, herabfallende Äste, Gefährdungen durch MS, Stolpern, Stürzen, Vibrationen, Heben und Tragen, Gefährdungs- analyse, Erkennen von persönlichen Grenzen

T

A2

Arbeitsvorbereitung durchführen Baum- und Umgebungsbeur- teilung, Fällrichtung festlegen, Rückweichen einrichten, Gefahrenbereiche festlegen z. B.: Fallbereich, doppelte Baumlänge, herabstürzende Äste, Sicherungsmaß- nahmen z. B.: Wege absperren

T + P

A2

Fällung von schwächerem Holz durchführen Fallkerbanlage, Fällschnitte z. B.: Schrägschnitt, Fällheberschnitt

T

A2

Hängen gebliebene Bäume zu Fall bringen z. B.: Fällhebereinsatz, Drehzapfen, Wendebaum- einsatz

T + P ggf.

A2

keine unzulässigen Arbeitsweisen anwenden z. B.: Abklotzen, aufhaltende Bäume fällen, Besteigen des hängenden Baumes

T

A2

Lernzielkontrolle, Evaluation

A1, A2

Summe Unterrichts-Einheiten (UE) für das Kursmodul A1 = 8,
Summe Unterrichts-Einheiten (UE) für das Kursmodul A2 = 8,
Summe Unterrichts-Einheiten (UE) für das Kursmodul A1 = 16

Kursmodul B

  • Die Zielgruppe von Modul B: Privatwaldbesitzer, Selbstwerber, und andere Nutzer, die mittelstarkes und starkes Holz unter normalen Verhältnissen ernten wollen.
  • Das Kursziel von Modul B: Teilnehmer können Holzernte und Aufarbeitung von Bäumen über ca. 20 cm BHD (Brusthöhendurchmesser) unter Normalbedingungen durchführen.
Teilnahmevoraussetzungen: erfolgreich absolviertes Modul A (bestehend aus Modul A1 und Modul A2) Teilnehmerzahl pro Instruktor: max. 6 Teilnehmer (Teilnehmerzahl erweiterbar durch Einsatz weiterer Instruktoren oder Unterstützer, jedoch darf das Verhältnis von 1 zu 6 (Instruktor/Unterstützer zu Teilnehmer) nicht überschritten werden).

Die Kursinhalte von Modul B

Lernziel Lerninhalt Theorie = T Praxis = P Modul
Gefährdungen und Belastungen bei der Ernte von Holz mit BHD über 20cm beschreiben und erkennen Unfall-Verhütungs-Vorschrift (UVV), Regel Waldarbeiten, Spannungen im Holz, herabfallende Äste, Gefährdungen durch MS, Stolpern, Stürzen, Vibrationen, Heben und Tragen, Arbeiten am Hang, Gefährdungsanalyse, Erkennen von persönlichen Grenzen

T

B

Arbeitsvorbereitung durchführen Baum- und Umgebungsbeurteilung, Fällrichtung festlegen, Rückweichen einrichten, Gefahrenbereiche festlegen z. B.: Fallbereich, doppelte Baumlänge, herabstürzende Äste, Sicherungsmaßnahmen z. B.: Wege absperren

T, P

B

Fällung und Aufarbeitung von Holz mit BHD über 20cm durchführen Vor-, Rück- und Seitenhänger, Zwiesel, überstarke Bäume, Fallkerbanlage, Fällschnitte z. B.: Kastenschnitt, Sicherheitsfälltechnik, Fächerschnitt

T, P

B

Aufarbeitungsverfahren Entastung, Trennschnitte, Wurzelteller abtrennen bei einzeln geworfenen Bäumen, Sicherung des Wurzeltellers, Beseitigen von Spannungen, Vermessen

T, P

B

Hängen gebliebene Bäume zu Fall bringen Seilzugeinsatz, Anschlagmittel, Schleppereinsatz beim Abziehen von hängen gebliebenen Bäumen

T, P

B

Seilunterstützte Fällung UVV bei seilunterstützter Fällung, Technik, Verfahren

T, P

B

Werkzeuge und Geräte z. B.: Keile, Spalthammer, Stammpresse

T, P

B

Lernzielkontrolle, Evaluation

B

Summe Unterrichts-Einheiten (UE) für das Kursmodul B = 24

Weitere Infos zu Kursanforderungen und Ausrüstung

Das RAL Gütezeichen

Die Grundlage für das KWF-Gütesiegel bildet die RAL Registrierung RAL-RG 985. RAL-Registrierungen stehen für standardisierte technische Güteanforderungen für Produkte und Dienstleistungen, die für jedermann öffentlich zugänglich und einsehbar sind.